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8. Etappe: „Das war der T-Mobile Tag“ (Udo Bölts)

von Karl Phedon, www.radsport-tv.de



„Es war ein wunderschönes Rennen heut“ sagte der Ex- Telekom und Gerolsteiner Profi, dem die ARD heute ein „Quäl dich du Sau“ – Special gewidmet hat. Recht hatte er!

 

Das es so ein Rennen wird, an diesem „Rollerberg“, wie ihn Karsten Migels nannte, hatte auch ich nicht erwartet. Es hätte auch mein Puls sein können, den die ARD da oben rechts eingeblendet hatte. Unglaublich! Das erste Mal bei dieser Tour, dass ich wieder diese irritierten Blicke ernte, wenn ich den Fernseher anschreie. „Der muß doch mal den Hintern hochnehmen“ brüllte Karsten Migels Richtung „Ulle“, von mir gabs nur ein „geeehhhhhh!“. Dann ging „Klödi“.

 

„Also ich hab vom Gefühl mich vorn gesehen“, sagte Andreas Klöden, der nun schon zum zweiten Mal bei der Tour auf dem Zielstrich überholt wurde und nach fünf Minuten „wer hat denn nun gewonnen?“ als Etappenzweiter eingeblendet wurde.

 

Doch nicht nur das Finale der heutigen Etappe war begeisternd, die Stimmung in Deutschland war wieder grandios. Rolf Aldag meinte nur, „wenn ich die Societè der Tour de France wäre, ich würde sie nach Deutschland verlegen“, ich schließe mich an.

 

Die TV Übertragung war aber wie immer. Ein gnadenloses Statistik Festival auf Eurosport, was sogar „die Stimme aus dem Off“, Uli Jansch, mit „das artet ja hier in Arbeit aus“ kommentierte. Ab morgen bekommen wir neben den „Nationalitäten“, den „Nachwuchsfahreren“, den „bestplatzierten Kapitänen“, den „Sommer-/Wintergewichtsschwankungen“ vielleicht noch eine Statistik über die Eiweißgehalte der Müslisorten der verschiedenen Teams. Derweilen sprach Peter Leissl über Schlösser und begehbare Theater im Schwarzwald, und über den „Schlussanstieg der Flandernrundfahrt“ wo Tom Boonen gewann. Mmmmhhh?

 

Als zwischendurch der Kommentatorenton weg war, das Rennbild und der Strecken- Ton aber noch da, dachte ich kurz erhört worden zu sein, und Udo Bölts tauscht den Platz mit Peter Leissl.

 

Richtig genial war dann aber wieder diese sensationelle „Fahrrad-Animation“ mit der man dem Zuschauer nun zum fünfhundertdreiundneuzigsten mal erklärt wie beim Rennrad geschaltet wird. Natürlich genau in dem Moment, als der spätere Sieger Pieter Weening die Spitzengruppe sprengte, und die entscheidende Attacke fuhr. Da sind die Jungs vom „Bezahlten“ aber rigoros, und zeigen die Attacke halt „Relive“, merkt ja keiner.

 

Und dann die T-Mobile - Offensive. „Lance muß mal mit seiner Mannschaft reden, was da los war“ meinte Udo Bölts, und auch für Rolf Aldag war die größte „Überrraschung des Tages, dass er so schnell alleine war“. Nur für Rudi Cerne „war die größte Überraschung, dass ein Holländer gewonnen hat“. Als Rolf Aldag, Andreas Klöden und Udo Bölts so neben Rudi Cerne auf dem Ü-Wagen zum Interview standen, hätte ruhig ein anderer sein Mikro nehmen können.

 

„Macht richtig Spaß langsam, die Tour“ (Jan Ullrich)

Wie recht er hat, und Morgen sehen wir hoffentlich wieder Attacken, egal von welcher Mannschaft.

 

Bis dann

Karl Phedon

 


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