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Doping im Radsport



1959-2013 Doping-Affairen, Doping-Prozesse

Die Darstellung der Affairen und Prozesse ist nicht vollständig.

 



Team Sky und Doping

Das 2009 gegründete britische Team Sky erlebte eine rasante Erfolgsgeschichte, die bereit 2012 darin gipfelte, dass die Sky-Fahrer Bradley Wiggins und Christopher Froome die ersten beiden Plätze der Tour de France belegten. Schnell wurde öffentlich Misstrauen gegenüber der Sauberkeit der Fahrer geäußert. Insbesondere die Wandlung von Bradley Wiggins von einem erfolgreichen Bahnradfahrer in einen überragenden Rundfahrt-Spezialisten ließ aufmerken.

Team Telekom/T-Mobile und Doping

Das Team Telekom, später Team T-Mobile brachte dem Radsport in Deutschland eine riesige Popularität ein. Doch nach 2006 brach diese nach dem Dopingaus von Jan Ullrich und den Dopinggeständnissen und -erkenntnissen in sich zusammen. Eine Zeitreise.

Eigenblut-Affaire OSP Erfurt

Am 16. April 2011 berichtete Grit Hartmann im Deutschlandfunk über staatsanwaltliche Durchsuchungen von Räumen am Olympiastützpunkt (OSP) Thüringen in Erfurt und bei einem Arzt. Im Zentrum der Ermittlungen stand ein Mediziner, der vertraglich an den OSP gebunden war und überwiegend Radsportler, Leichtathleten und Eisschnellläufer betreute. Daraus entwickelte sich ein langwieriges Verfahren über die Dopingrelevanz einer Eigenblutbehandlung.

Team Rabobank und Doping

Das Rabobank Team bestand unter diesem Namen seit 1996, Hauptsponsor war das Kreditinstitut Rabobank. Im Laufe der Jahre gehörten die bekanntesten niederländischen Straßenfahrer dem Männerprofiteam an, das immer wieder große Erfolge einfahren konnte. Doch immer schon begleiteten Dopinggerüchte das Team - an sich jedoch nichts besonderes in den 1990er Jahren und wenig Aufmerksamkeit wert.

Lance Armstrong und Doping

Nachdem Floyd Landis im Mai 2010 an die Öffentlichkeit ging und schwere Dopingvorwürfe gegenüber Lance Armstrong und dessen Team erhoben hatte, begannen in den USA Ermittlungen der Food and Drug Administration unter Leitung des bekannt berüchtigten Fahnders Jeff Novitzki. Im Mittelpunkt steht das öffentliche Unternehmen US-Postal und damit die Frage ob öffentliche Gelder in ein Betrugssystem flossen. Die Ermittlungen laufen weltweit mit Unterstützung von Interpol und anderen Organisationen. So langsam treten Erkenntnisse zu Tage, die alte Verdachtsmomente bestätigen.

Österreich: Humanplasma und mehr

Die Affaire um die Wiener Blutbank Humanplasma wurde 2008 publik und zog sich bis in das Jahr 2012 hinein, sie ist genau genommen auch 2013 noch nicht abgeschlossen. Das damit in Verbindung stehende Dopingnetzwerk existiert allerdings schon wesentlich länger und ist nicht auf Wien und die Blutbank beschränkt.

Team CSC/Saxo Bank, Bjarne Riis

Anti Doping Danmark: Rapport om doping i dansk cykelsport 1998-2015

Übersicht Prozesse

Viele Prozesse um Doping-Mittelbeschaffung und -verabreichung beutelten in den letzen Jahren den Radsport. Einige werden hier dargestellt.

1994/1995 Gewiss-Ballan

Selten zuvor gab es in der Radsport-Geschichte ein erfolgreicheres Team als die italienische Equipe Gewiss-Ballan in den Jahren 1994 und 1995. Selten zuvor aber auch gab es ein umstritteneres und mit außerordentlicher Skepsis beäugtes Team wie jenes, das von Emanuele Bombini geführt wurde...

1990-2001 PDM-Affaire

1991 mußten alle Fahrer des Teams PDM die Tour de France wegen unklarer Krankheitsymptome aufgeben. Gerüchte sprachen schnell von Doping. 1995/1996 kam dann die ganze Wahrheit an den Tag.

1998-2000 Festina - Affaire

Das bis zur Operacion Puerto 2006 für die Öffentlichkeit spektakulärste Dopingereignis der Radsportgeschichte ist sicherlich die Festina-Affaire. Die Erschütterungen, die davon ausgingen, sind heute noch zu spüren.

1998-2001 Poitiers - Affaire

Im Mai 1998 bekam ein junger Amateurfahrer mitten im Rennen Herzjagen und hohes Fieber. Dem behandelten Arzt gesteht er, dass er einige Stunden vor dem Rennen eine intravenöse Injektion mit einem unbekannten Mittel erhalten habe. Er übergibt die Flasche, in der noch Reste sind: es handelte sich um den Pot belge. Umfangreiche Ermittlungen begannen.

2000-2002 Béon-Affaire

Anfang Dezember 2002 fand in Rennes, Frankreich, ein Prozess statt, in dem den 12 Angeklagten umfangreiches Dealen mit etlichen Substanzen vorgeworfen wurde. Mit dabei noch aktive und ehemalige Profi-Radrennfahrer, Clubdirektoren und Sponsoren. Zu Beginn der Tour de France

2000-2003 Perpignan - Affaire

Am 29 Februar 2000 überraschen Polizisten bei einer Straßenkontrolle zwei Fahrer des Vélo-Clubs von Narbonne, die sich am Straßenrand eine intravenöse Spritze mit dem Pot belge gaben. Die „Affaire Perpignan“ begann.

2003-2007 "Oil for Drug"

Drogen- und Dopingrazzien sind in Italien nicht selten. 2004 fand die Operation "Oil for Drug" statt, durch die viele Dopingmittel sichergestellt werden konnten und zu einigen Anklagen führten.

2003-2007 COFIDIS - Affaire

Langsam aber stetig entwickelte sich die 'Cofidis-Affaire' ab Januar 2004 zu einem heftigen Dopingskandal, Endpunkt David Miller's EPO-Geständnis.

2003-2007 Landuyt/Museeuw - Affaire

Im September 2003 überschlugen sich die Radsport-Schlagzeilen: Johan Museeuw, belgisches Idol, Supermann aus Flandern, stand im Mittelpunkt von Dopingermittlungen. Eine Jahr später wurde er sanktioniert.

2004-2006 Affaire Pots belges

Doping und Drogen, eine unheilvolle Verbindung wie es der jüngste Prozess in Frankreich wieder zeigte.

2006-2016 Operación Puerto

Die Opracion puerto rund um den Arzt Eufemiano Fuentes gehört zu den größten Doping-Skandalen im Sport, insbesondere betroffen sind der Radsport, die Leichtathletik und Fußball. Immer ging es um namhafte Sportler*innen und Verbände. Aufgeklärt wurde allerdings bis heute kaum etwas.

2008-2013 Mantua, Operzione "Via col Doping"

In Mantua laufen seit 2008 Ermittlungen um den Apotheker Nigrelli und das Lampre-Team. Doch der Kreis der von Dopinganschuldigungen betroffenen ist weit größer.

2008-2013 Padua, Operazione "Mito"

In Padua konzentrieren sich Ermittlungen rund um den Arzt Michele Ferrari, die weit über die italienischen Grenzen hinausreichen. Vor allem die Schweiz, Sitz Ferraris, ist betroffen. Früh eingeschaltet war Interpol und USamerikanische Ermittler. Ergebnisse trugen zu der lebenslangen Sperre von Lance Armstrong bei.

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